Satinet weiß-rezessiv
Satinet:
Der Farbschlag Satinet trat erstmals Ende der 60er Jahre in Holland auf. Satinet entspricht einer weiteren Verdünnung der bereits verdünnten Braunfarbe Isabell und bewirkt eine starke Reduzierung der Eumelanine und Phaeomelanine. Die Reihenfolge der Verdünnung lautet: Braun -> Isabell -> Satinet. Das Zeichnungsmelanin zeigt sich beige mit einer schmalen und unterbrochenen Strichelung, die sich deutlich vom Flächenmelanin abhebt. Das Untergefieder ist beige, die Hornteile sind hornfarben. Ein unverkennbares Zeichen der Satinet-Vögel sind die roten Auge. Satinet-Vögel sind nur in Braunklassen zugelassen (keine Schwarzvögel). Satinet vererbt geschlechtsgebunden und rezessiv. Bei Satinet handelt es sich um eine nichtklassische Melaninfarbe, d. h. bei den nichtklassischen Melaninvögeln werden die klassischen Melaninfarben Schwarz, Achat, Braun und Isabell durch weitere Mutationen in der Melaninfarbe (Opal, Onyx, Satinet, Eumo, Topas) und teilweise zusätzlich in der Zeichnung (Melanin-Pastell, Phaeo) verändert.
Weiß-rezessiv:
Der Farbschlag Weiß-rezessiv trat erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in Neuseeland und England auf (auch Englischweiß genannt). Der Vogel zeigt sich schneeweiß, es finden sich keine roten oder gelben Gefiederanteile mehr. Die Hornteile sind käsig, die Haut des Vogels zeigt einen violetten Ton. Die weiß-rezessiven Vögel können kein Vitamin A bilden. Früher wurde dieser Mangel durch Zusatzfütterung ausgeglichen, in der heutigen Zeit ist dies bei den entsprechenden Futtermitteln nicht mehr notwendig. Weiß-rezessiv vererbt autosomal (nicht geschlechtsgebunden) und rezessiv.